Bericht von der AG Radverkehr am 17.06.2019

Am Montag, 17.06.2019 fand die letzte Sitzung der AG Radverkehr statt. Thema war v.a. die Vorstellung der Radnetze (bezirkliches Radnetz und Radnetz der Verbände, vorgestellt im Oktober 2018). Es wurden aber auch Informationen über den aktuellen Stand der Umsetzung von Radverkehrsprojekten im Bezirk bekannt gegeben. Gleich zu Beginn machte sich Ernüchterung breit: Es kommt zu Verzögerungen bei der Realsierung von Radverkehrsanlagen wegen naturschutzfachlicher Belange – wie z.B. an der Rummelsburger Landstraße oder am Hegemeisterweg. Wir denken uns inzwischen: Yeah, eine neue Ausrede des Bezirksamtes, warum keine neuen Radwege gebaut werden können. Erst war kein Geld da, dann kein Personal – jetzt ist es eben der Naturschutz.

Doch dann gab es Grund zur Freude: die Planungen für einen Verkehrsversuch an der B96a (stadteinwärts von der Rudower Chausee bis zur Köpenicker Landstraße) liegen bei der Senatsverwaltung auf dem Tisch und müssen nur noch genehmigt werden. Ist das der Fall, kann mit einem provisorischen Rückbau der B96a inklusive Protected Bike Lane noch in diesem Jahr begonnen werden. Doch Bezirksstadtrat Hölmer geht das ganze nicht weit genug: er möchte einen Verkehrsversuch in beide Fahrtrichtungen der B96a auf dem Abschnitt zwischen Treptow und Grünau. Doch dazu hat sich bislang Staatssekretär Streese nicht geäußert. Einmal mehr ein Grund, weswegen wir am 17.08.2019 für einen schnellen Rückbau der B96a auf die Straße gehen.

Insgesamt 65 neue Fahrradbügel wird es vor der Köpenzeile 117, 123 und 125 geben und auch der Schutzstreifen vor dem Edeka an der Wendenschlossstraße wird grün angepinselt. Laut Bezirksamt würden so weniger Autos auf dem Schutzstreifen parken…

Nicht voran geht es bei der Verbreiterung des Rad-/Fußgängerwegs auf dem Müggelseedamm (zwischen Hirschgarten und Friedrichshagen, im Wald entlang). Das Grundstück gehöre den Forsten, die plötzlich nicht mehr verkaufen wollen.

Die Bölsche Straße soll nun ebenfalls grün markiert werden, sodass der Radweg deutlich sichtbarer vom Fußweg abgetrennt wird. Doch das Sorgenkind der Tramhaltestelle am Marktplatz Bölschestraße bleibt. Nun soll der Radweg wieder statt durch die Haltestelle um die Haltestelle herum geführt werden. Wir fragen da im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes mal nach, wie die Planungen aussehen ;).

Außerdem fragte Sophie, weswegen die “Todeskreuzung” Eisenhutweg Ecke Hermann-Dorner-Allee so halb fertig rot markiert wurde. Die Antwort des Bezirksamt lautete: weil die VLB die Kreuzung noch umbauen will. Doch wie genau und v.a. wann ist nicht bekannt. Auch hier fragen wir nochmal nach. Diskutiert wurde auch über den neuen Premiumradweg der Extraklasse in der Seelenbinder Straße. Die Radinitiativen kritisierten die aktuelle Führung des Schutzstreifens, insbesondere an der Kreuzung Bahnhofstraße, das Bezirksamt meinte, man wolle überlegen, ob man die Markierung nicht vor bis zur Kreuzung ziehen könnte.

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