Radfahrhölle Grünauer Straße

Ob für eine Radtour entlang der Dahme oder einem Besuch der Gartenstadt in Falkenberg… Alle Wege führen nach Grünau…Naja, nicht ganz. Während Fußgänger oder Autofahrer ganz einfach und bequem mit der S-Bahn, der Tram oder über das Adlergestell nach Grünau kommen, bleibt der Ort für Radfahrende nur sehr beschwerlich zu erreichen – besonders wenn man über die Grünauer Straße / Regattastraße fährt.

Im Tagesspiegel Leute Newsletter vom 06.05.2019 bezeichnet Thomas Loy diesen Straßenabschnitt gar als Radfahrerhölle. Das kommt unseren Eindrücken doch recht nahe, bedenkt man, dass der Verkehr dort in den kommenden Jahren aufgrund der neuen Wohnungen weiter zunehmen wird. Gleichzeitig fragen wir uns: Wie können neue Wohnungen genehmigt werden, ohne dass dabei an die Erreichbarkeit gedacht wird? Denn wie sollen all die Bewohner zu ihren Wohnungen kommen? Zukünftig wird die Situation dort eher schlimmer statt besser.

P.S. Wir hätten da eine Idee zur Entlastung der Grünauer Straße. Aber die kennen Verwaltung und Politik schon seit der Eröffnung der A113 ;).

 

1 comment on “Radfahrhölle Grünauer Straße”

  1. Sven Antworten

    Also ich wohn in der besagten Gegend und muss sagen, dass die Situation eigentlich noch geht. Den größten Teil des Weges teilt man sich laut Beschilderung mit Fußgängern den Bürgersteig. Das ist bekanntermaßen nicht immer schön, aber ich bin mir nicht sicher, ob Thomas das so verstanden hat.

    Die einzige wirklich kritische Stelle ist Richtung Altstadt kurz vorm Köllnischen Platz, wenn man für die vergleichsweise kurze Strecke bitte nochmal kurz zwischen die Tramschienen und parkenden Autos in den fließenden Autoverkehr einfädeln soll.

    Das ist alles sehr weit weg vom Optimum, aber da bin ich aus Radtouren nach Kreuzberg deutlich schlimmere Höllen gewohnt. 😀 Allein der eigentlich vorgeschriebene „Weg“ von Adlershof Richtung Grünau am Adlergestell hat (und verdient) da ja mehr traurige Berühmtheit.

    Insgesamt ist das ganze Verkehrskonzept der Gegend leider sehr mau. Da sie nur über die 68 erreichbar ist, reicht schon ein einziges liegengebliebenes Auto oder ein kaputter Strommast, um die gesamte Region vom ÖPNV abzuschneiden. Was bei den ganzen alten Menschen in der Gegend eigentlich auch schon wieder ein Skandal ist. Dann fährt die Tram auch nur alle zwanzig Minuten und, ja, viele neue Wohnungen werden jetzt immer weiter fertig. Insofern täte der Gegend wahrscheinlich auch einfach ein ergänzender Bus ganz gut. Der würde dann vielleicht auch noch ein paar Autofahrer von der Straße holen.

    Und dann könnte man auch nochmal thematisieren, dass viele „Straßen“ in Grünau diesen Namen nicht mal verdienen. 😀

    Insgesamt gibt’s hier viel für alle Verkehrsteilnehmer zu tun, insbesondere für alle Gruppen abseits der Autofahrer. Aber wie man dem Artikel ja auch entnehmen kann, scheint da außer einem „joa, wissen wir, bleibt aber erstmal so“ leider nicht viel mehr zu kommen.

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